9.8.11

Lost Highway - David Lynch

Ein Film den man kaum in Worten beschreiben kann. Selbst der Covertext der DVD verrät, dass eine Inhaltsangabe fast unmöglich ist. Es handelt sich um einen Neo-Noir im Stil eines Roadmovies von David Lynch, der in seiner Ausprägung aber dennoch sehr speziell ist. Eine virtuose Mischung aus Noir, Action und Thriller und ein leises Mitschwingen von Surrealismus. Thematisiert wird die Identitätskrise eines Jazzspielers namens Fred. Dieser ist krank vor Eifersucht und hat Beziehungsprobleme mit seiner Frau. Man kann von einer Dreiteilung des Filmes sprechen. Denn der erste Teil mutet an wie ein düsterer Thriller voll verstörender und sukzessiver Musik. In einem Anfall, jedenfalls ist der genaue Tathergang nicht bekannt, ermordet er seine Frau. Das Ganze ist auch einem Videoband zu sehen. Er wird festgenommen und landet im gefängnis in der Todeszelle. 
Dort plagen ihn ständige Kopfschmerzen und weitere Anfälle, die er sich nicht erklären kann. Im Gefängnis nimmt er die Identität eines Automechanikers an. Niemand kann sich erklären wie eine andere Person plötzlich mit ihm den Platz tauschen konnte. Und weil der Automechaniker unschuldig ist, entlässt man ihn wieder in die Freiheit. Ab hier beginnt ein neuer Teil des Filmes, der vom Stil her wie ein klassischer Action-Gangster-Film wirkt. 
Der Automechaniker lässt sich mit einer Frau auf eine gefährliche Beziehung ein. Sie wirkt wie die Femme Fatale auf ihn und überredet ihn, sie aus den Händen eines Gangsters names Mr. Eddy. Diese Frau besitzt große Ähnlichkeit mit der Frau die Fred ermordet hat. Es ist auffallend, dass es Parallelen zwischen beiden Persönlichkeiten gibt, jedoch ohne dass ersichtlich wird welche. Auch wird der Zuschauer im Dunkeln darüber gelassen, was sich genau im Einzelnen in den Schicksalen der beiden Männer abspielte. Ein Film der anderen Art, wie alle Werke David Lynchs und warscheinlich ist dieser Film noch die verständlichste Art Lynchs sich auszudrücken. Faustisch!

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